Gründerstory

Ich hab diese App gebaut, weil ich selbst keine gefunden hab.

Ich bin Marlon. 2019 haben Louisa und ich das Erdfreund aufgebaut – unser eigenes Café. Beide 22, kaum Eigenkapital, viel Kredit. Am 20. Januar 2020 haben wir eröffnet. Und dann kam alles anders, als wir dachten.

Marlon Marquart

Marlon Marquart

Gründer & Gastronom

01

2019

Aufbau

Eigener Laden. Eigenes Risiko.

Louisa und ich wollten nicht warten. Wir waren 22, hatten kaum Geld auf dem Konto – aber wir wussten, was für einen Laden wir aufmachen wollen. Das Erdfreund. Unser Café.

Die Bank hat den Kredit gegeben. Ab da lief die Uhr. Jeden Euro, den wir ausgegeben haben, mussten wir irgendwann wieder reinholen. Kein Konzern im Rücken. Kein Backup-Plan. Nur wir zwei und die Idee, dass wir das hinkriegen.

Was danach kam: Monate voller Behördengänge, Einrichtung, Leute finden, Konzept schärfen. Und irgendwann war der Laden fertig.

Marlon und Louisa im Erdfreund Café

2019

Aufbau gestartet

22

Jahre alt bei Start

Erdfreund

Eigenes Café-Konzept

20.01.

Eröffnung 2020

02

20. Januar 2020

Eröffnung

Eröffnung. Und dann kam alles anders.

Am 20. Januar 2020 haben wir aufgemacht. Gäste kamen, das Team hat gestanden, der Laden lief an. Dieses Gefühl, wenn du nach Monaten endlich die Tür aufmachst und es geht los – das vergisst du nicht.

Ein paar Wochen später war Lockdown.

Ich muss dir nicht erzählen, wie sich das anfühlt. Frisch eröffnet, Kredit am Laufen, Team aufgebaut – und plötzlich darfst du nicht mehr aufmachen. Aber Louisa und ich haben nicht aufgehört. Wir haben die Zeit genutzt, um Strukturen aufzubauen, die vorher gefehlt haben. Nicht großartig, nicht strategisch – einfach jeden Tag ein Stück besser werden.

Keine Heldengeschichte. Einfach weitermachen.

03

Der Alltag danach

Das eigentliche Problem

Corona war hart. Aber das eigentliche Problem kam danach.

Wenn du in der Gastro arbeitest, weißt du: Corona war eine Ausnahme. Aber das, was dich wirklich fertig macht, ist der ganz normale Alltag. Und der sah bei mir so aus:

Sonntagabend, Schichtplan

Jede Woche das gleiche Spiel. Wer kann wann? Wer hat sich nicht gemeldet? Wer hat schon zu viele Stunden? Ich saß da teilweise bis Mitternacht.

6 Uhr morgens, Krankmeldung

Schicht fängt um 8 an. Du brauchst Ersatz – sofort. Also drei Leute anrufen, fünf WhatsApps schreiben und hoffen, dass jemand rangeht.

47 ungelesene in der WhatsApp-Gruppe

Der Schichtplan hängt ausgedruckt in der Küche. Aber die aktuelle Version? Keine Ahnung. Irgendwer hat irgendwas per WhatsApp geändert. Oder auch nicht.

Ende vom Monat, böse Überraschung

Dienstag waren drei Leute zu viel da, Freitag einer zu wenig. Merkst du aber erst, wenn die Abrechnung kommt. Und dann ist es zu spät.

Das waren keine Ausnahmen bei mir. Das war jede Woche so. Und ich kenne keinen Gastro-Betreiber, bei dem das anders läuft.

04

Erkenntnis

Was die Großen anders machen

Ich hab mir angeschaut, wie die Großen das machen.

Irgendwann hab ich mich gefragt: Warum läuft das bei den großen Ketten so viel reibungsloser? McDonald's, Starbucks, Vapiano – die haben nicht bessere Leute. Die haben bessere Systeme.

Feste Schichtmodelle. Digitale Planung. Klare Regeln, wer einspringt. Automatische Zeiterfassung. Die wissen immer, wo sie stehen. Wir hatten Zettel, Excel und WhatsApp.

Und das ist kein Vorwurf an kleine Betriebe. Es gab einfach kein Tool, das für uns gemacht war. Alles, was ich gefunden hab, war entweder viel zu komplex, viel zu teuer, oder für irgendwelche Büro-Teams gebaut.

05

Wendepunkt

Dann bau ich's halt selbst

Wenn's keiner baut, mach ich's selber.

Irgendwann war klar: Das Problem ist nicht, dass ich zu wenig arbeite. Das Problem ist, dass mir das System fehlt. Und wenn es kein passendes Tool gibt, dann bau ich eins.

Nicht als großes Tech-Startup. Sondern als Lösung für mein eigenes Problem. Eine App, die genau das macht, was mir jeden Tag Zeit klaut: Schichtplan bauen, Zeiten erfassen, Team koordinieren, Personalkosten im Blick behalten.

Erst hab ich's nur für mich gebaut. Für meinen Betrieb. Und als es funktioniert hat, war klar: Das brauchen andere genauso.

Marlon Marquart arbeitet an Gastro Cockpit
06

Das Produkt

Warum Gastro Cockpit so ist, wie es ist

Drei Sachen, die ich von Anfang an wollte.

Jede Funktion in Gastro Cockpit ist da, weil ich sie selber gebraucht hab. Kein Feature, das nur gut klingt. Nur Sachen, die im Alltag wirklich helfen.

1

Es muss sofort klappen.

Mein Team hatte keine Lust auf komplizierte Software. Ich auch nicht. Wenn jemand WhatsApp bedienen kann, muss er auch Gastro Cockpit bedienen können. Ohne Schulung, ohne IT-Typ.

2

Klarheit statt tausend Features.

Schichtplan in 15 Minuten statt den ganzen Sonntagabend. Zeiterfassung, die automatisch läuft. Und ein Dashboard, das mir zeigt, wo ich stehe – ohne dass ich erst drei Excel-Tabellen zusammenbauen muss.

3

Für Leute wie mich gebaut.

Nicht für Konzerne runterskaliert. Sondern von Anfang an für Betriebe, in denen eine Person den Plan macht, die Bestellung rausschickt und nebenbei noch selbst hinter der Theke steht.

07

Heute

Wofür wir stehen

Aus der Gastro, für die Gastro. Das ist nicht nur ein Spruch.

Ich hab selbst Schichten geplant, um 6 Uhr morgens Ersatz gesucht und am Monatsende die Personalkosten nicht verstanden. Ich weiß, wie das ist.

Deswegen baue ich Gastro Cockpit nicht aus irgendeinem Büro heraus, sondern aus dieser Erfahrung. Jedes Feature, jede Entscheidung am Produkt – das kommt aus dem Alltag. Aus meinem Alltag. Und wahrscheinlich auch aus deinem.

Mein Ziel: Kleine und mittelständische Gastro-Betriebe so aufstellen, dass sie genauso professionell planen können wie die Großen. Ohne das Budget der Großen.

Marlon Marquart

Marlon Marquart

Gründer & Gastronom