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Minijob, Midijob, Vollzeit: Die richtige Beschäftigungsart wählen

Für Manager

Beim Einladen eines Mitarbeiters legst du seine Beschäftigungsart fest — von Vollzeit bis Mini-Job. Die Auswahl belegt Zielstunden und Lohnzeitraum automatisch vor und entscheidet, ob Wochenstunden Pflicht sind.

Wo du die Beschäftigungsart festlegst

Das Dropdown Beschäftigungsart findest du an zwei Stellen: im Einladungs-Assistenten, wenn du einen Mitarbeiter einlädst, und in Vertrag bearbeiten bei bestehenden Mitarbeitern. Standard ist Vollzeit.

  1. Art auswählen. Öffne das Dropdown Beschäftigungsart. Zur Wahl stehen Vollzeit, Teilzeit, Mini-Job, Werkstudent, Praktikant, Auszubildender und Midi-Job.
  2. Vorbelegung prüfen. Nach der Auswahl setzt das System Wöchentliche Zielstunden und Lohnzeitraum automatisch passend zur Art.
  3. Werte anpassen. Die Vorbelegung ist nur ein Startwert: Den Lohnzeitraum kannst du frei ändern, die Zielstunden passt du an den tatsächlichen Vertrag an.

Alle sieben Arten im Überblick

BeschäftigungsartZielstunden (vorbelegt)Lohnzeitraum (vorbelegt)Wochenstunden
Vollzeit40 h/Wochepro MonatPflicht
Teilzeit34 h/Wochepro MonatPflicht
Mini-Jobkeinepro Stundeoptional
Werkstudent20 h/Wochepro StundePflicht
Praktikant20 h/Wochepro StundePflicht
Auszubildender20 h/Wochepro StundePflicht
Midi-Job20 h/Wochepro StundePflicht

Bei Monatslohn sind Wochenstunden immer Pflicht. Bei Stundenlohn ist der Mini-Job die einzige Art, bei der du sie leer lassen kannst.

Mini-Job: die 603-€-Grenze

Für Minijobs gilt 2026 eine Verdienstobergrenze von 603 € pro Monat. Die Grenze ist seit 2022 dynamisch: gesetzlicher Mindestlohn (2026: 13,90 €/h) mal 130, geteilt durch 3, aufgerundet.

Lässt du beim Mini-Job mit Stundenlohn die Wochenstunden leer, berechnet das System die Soll- und Maximalstunden aus der Obergrenze: Maximalstunden pro Monat = 603 € geteilt durch den Stundenlohn. Bei 12,82 €/h sind das rechnerisch etwa 47 Stunden pro Monat — als Obergrenze, nicht als Ziel.

Wichtig: Die App warnt nicht, wenn Stundenlohn und geplante Stunden die 603-€-Grenze überschreiten würden. Die Grenze fließt nur in die Stundenberechnung und in Hinweise zum Arbeitszeitkonto ein — ob ein Mitarbeiter im Rahmen bleibt, prüfst du selbst.

Midi-Job: der Übergangsbereich

Der Midi-Job deckt den Übergangsbereich von 603,01 € bis 2.000 € pro Monat ab (unverändert seit 2023). Anders als beim Mini-Job verlangt die App hier immer Wochenstunden — auch bei Stundenlohn. Vorbelegt sind 20 h/Woche und der Lohnzeitraum pro Stunde.

Badges und Filter in der Mitarbeiterliste

In Listen erscheint die Beschäftigungsart als farbiges Badge. Die Mitarbeiterliste filterst du über die Tabs Alle, Vollzeit, Teilzeit, Mini Job, Midi Job, Werkstudent, Praktikant und Auszubildender. Die Filter schreiben „Mini Job“ und „Midi Job“ ohne Bindestrich, das Auswahl-Dropdown mit — gemeint ist jeweils dieselbe Art.

Lohn, Wochenstunden und Beschäftigungsart änderst du später jederzeit im Vertrag.

Arbeitsvertrag bearbeiten: Lohn, Wochenstunden, Probezeit

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ein Minijobber mehr als 603 € im Monat verdient?

Gastro-Cockpit warnt nicht und blockiert die Eingabe nicht. Die 603-€-Grenze fließt nur in die Berechnung der Soll- und Maximalstunden sowie in Hinweise zum Arbeitszeitkonto ein. Ob Lohn und Stunden im Rahmen bleiben, musst du selbst prüfen.

Was passiert, wenn ich beim Mini-Job keine Wochenstunden eintrage?

Bei einem Mini-Job mit Stundenlohn berechnet das System die Soll- und Maximalstunden automatisch aus der Minijob-Grenze geteilt durch den Stundenlohn. Bei 12,82 € pro Stunde ergibt das rechnerisch etwa 47 Stunden pro Monat. Dieser Wert ist eine Obergrenze, kein Ziel.

Warum sind beim Midi-Job Wochenstunden Pflicht, beim Mini-Job aber nicht?

Der Mini-Job ist in der App die einzige Beschäftigungsart, bei der Wochenstunden bei Stundenlohn optional sind. Für den Midi-Job und alle anderen Arten verlangt die App Wochenstunden — trage hier die vertraglich vereinbarte Stundenzahl ein.

Kann ich die Beschäftigungsart eines Mitarbeiters später ändern?

Ja. Das Dropdown Beschäftigungsart steht auch im Screen Vertrag bearbeiten zur Verfügung. Prüfe nach der Änderung die wöchentlichen Zielstunden und den Lohn, damit beide zum neuen Vertrag passen.